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Scheitern

Ein Highlight des Freundeskreises Victoria in diesem Jahr war sicher das Referat am 23.10.2012 von Pfarrer Mag. Dr. Ndubueze Fabian MMAGU über das Scheitern sowie das Thema "VERSÖHNT MIT DEM UNVERSÖHNLICHEN".

Beim anschliessenden Buffet (Vielen Dank dem Spender) folgten gute und anregende Diskussionen vieler Teilnehmer über das gehörte Thema auch im Zusammenhang mit den Geschehnissen in Thiersee. Im "Juffing" wurden die Gespräche bei guter Stimmung in angenehmer Runde weitergeführt.

Vielen Dank allen Besuchern für die rege Teilnahme und die Mithilfe beim Zusammenräumen der Stühle und Matten in der Turnhalle. "Viele Hände schaffen schnelles Ende".

Herzlichen Dank Pfarrer Fabian für deinen Vortrag und ein paar Stunden Seelsorge!

 

23. Oktober

Was ist Scheitern? Wann erlebt der Mensch, dass er gescheitert ist? Gibt es ein „kollektives Scheitern“? Was macht das Kollektive im Angesicht des Scheiterns? Welche „exogenen“ (äußeren) und „endogenen“ (inneren) Faktoren können zum Scheitern führen, „begünstigen“ das Scheitern?

Was macht das Scheitern mit dem Menschen, der sich als gescheitert erlebt? (der Mensch vor dem Richterstuhl des Schuldgefühls) Und: Was macht der Gescheiterte mit und aus seinem Scheitern? (der Mensch als „Richter“ über seine Schuld). Diese und viele andere Fragen verlangen nach einer heilenden Beantwortung, welche maßgebliche Konsequenzen für die individuelle sowie gemeinschaftsbezogene Gestaltung des Lebens hat.

Auf der Grundlage der Lehre von der Logotherapie und Existenzanalyse (die von Wiener Psychiater, Neurologe und Philosoph Viktor Emil Frankl begründete „Dritte Wiener Psychotherapieschule“) und von der biblisch fundierten Glaubenspraxis bzw. Spiritualität versuche ich auf dieses oft unterschätzte „Lebensthema“ einzugehen. Es begegnen sich in diesem Vortrag die Existenzanalyse in ihrer Ressourcenorientierung (Werte-Verwirklichung) und das jüdisch-christliche Gedankengut in der Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Scheiterns in der menschlichen Existenz.

In diesem Vortrag geht es also um die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Scheiterns in der Lebensgestaltung des Menschen in seiner Einzigartigkeit in der Gegenüberstellung zum Kollektivum. Mögliche Ursachen werden angedeutet und angeschaut, wobei weit darüber hinaus der Umgang mit Scheitern sowohl im persönlichen, familiären, gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich beleuchtet werden soll. Eine gewichtige Rolle spielt dabei das Menschenbild, das Selbstbild, das Weltbild (Weltanschauung) und das Gottesbild. Die Synthese dieser vier Bilder wird als eine unabdingbare Existenzielle Verankerung und als Heilungspotential im Scheitern verstanden.