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Pater Michael Rohde CPPS

Segen verbindet und schafft Vertrauen, so haben wir die letzte Woche begonnen. Menschliche Gemeinschaft offenbart aber auch immer Grenzen ... die Schwächen, die da sind oder verschiedene Denk- und Sichtweisen, unterschiedliche Ziele und Methoden, wie das Gewünschte erreichen. Zusammensein geht nicht ohne Auseinandersetzung und ist nicht konfliktfrei und es darf ja auch nichts einfach schön geredet werden.

 

Psalm 37 stellt uns einen Beter vor, der diese Erfahrung macht. Dieser wird zornig ob der Differenzen zwischen Menschen, ob der Ungerechtigkeit in Sachen Erfolg und Anerkennung. Und er hört Gottes Antwort:

Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; / erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.

 (Ps 37,8)

 

Ein Aspekt von Vertrauen ist die Gelassenheit. „Ein gelassenes Herz bedeutet Leben für den Leib“, so heißt es im Buch der Sprichwörter (Spr 14, 10).

Gelassenheit kühlt jedweden Zorn, Gelassenheit überwindet Enttäuschungen und Ängste.

Von Reinhold Niebuhr stammt ein Gelassenheitsgebet, das uns in dieser Woche begleiten kann:

 

Gott, gib mir

die Gnade, mit Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Eine gute Woche

Michael

Schule beginnt und damit gehen auch die Montagsmeditationen wieder an den Start. Für alle, die aus den Ferien kommen einen guten Beginn.

Nach den Ferien, das ist so etwas wie Neujahr oder der Beginn eines neuen Weges.

Die Evangelisten zeigen uns dabei, dass es nicht um einen theoretisch vorgeplanten Weg geht. Der Neue Weg, die Gute Nachricht Evangelium passiert mitten zwischen den Menschen ... mit Leib und Seele da sein.

Die ersten Schritte auf einem Weg sind immer die wichtigsten. Da entscheidet sich, wie der ganze Weg wird.

 

Drei mögliche Schritte könnten sein:

1. Das Auge ist das Fenster der Seele (Leonardo da Vinci) ... Ferien waren hoffentlich so etwas wie ein Fensterputz ... Neues und Anderes sehen und den Blick wieder frei bekommen, das Gute jetzt auch im anderen wieder neu sehen.

 

2. Das Ohr ist der Weg zum Herzen (frz. Sprichwort) ... Sprache ist nicht nur informativ, Sprache ist auch Klang ... die Zwischentöne wahrnehmen, den anderen mit seiner Freude oder auch mit seinem Stress und seiner Not

 

3. Vergebung: Es geht nicht um alte Schuld oder offene Rechnungen, sondern sich selbst neu an die anderen vergeben, Platz machen für das Neue dieses Jahres

 

 

Ich wünsche uns die Freiheit, diese drei Schritte für jeden Tag in diesem Schuljahr, dass sich Gutes weiterentwickeln und auch neue entwickeln kann ... zum Wohl eines jeden von uns und zum Wohl der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen

In zwei Wochen ist es wieder so weit ... Da schicken wir unsere zukünftigen Abiturienten auf Spurensuche nach Erfurt und Weimar. Es geht um Gottes Spuren in konkreten geschichtlichen Epochen und Situationen ... Sammeln, auswerten, ja und es geht auch darum Gottes Spuren im eigenen Leben zu erkennen und zu reflektieren: Kulturexerzitien. Die Jugendlichen sollen einem Gott näher kommen, der in menschlicher Geschichte erfahrbar wird. Nichts liegt näher, als den zu Wort kommen zu lassen, der die goldene Ära in Sachen Kultur in dieser Region und überhaupt in unserem Land entscheidend mit geprägt hat – Johann Wolfgang von Goethe:

„Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück!“

 

Alles hinterlässt seine Spuren und formt oder verformt Leben ... unter einer Voraussetzung: es braucht eine bestimmte Weichheit, damit sich Spuren eindrücken lassen. Dagegen steht die Verhärtung des Herzens, die in vielen biblischen Geschichten und Gebeten zur Sprache kommt.

 

Kein Psalm, kein biblischer Text ... Wolf Biermanns Lied, das er zur Feierstunde der 25 Jahre deutsche Wiedervereinigung im deutschen Bundestag vorgetragen hat ...

 

Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit.
Du, laß dich nicht verbittern
in dieser bittren Zeit.
Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Du, laß dich nicht verbrauchen,
gebrauche deine Zeit.
(nach Wolf Biermann, Ermutigung, voller Text: http://www.songtexte.com/songtext/wolf-biermann/ermutigung-6bfa2656.html)

 

 

Ich wünsche uns für diese Woche besonders Achtsamkeit darauf, das eigene Herz weich zu bewahren, empathiefähig zu sein ... damit das Leben und damit Gott darin seine Spuren hinterlassen und formen kann.

Der Historiker Karl Holl hat sich mit Friedensforschung und dem menschlichen Bemühen um Glück und ein gutes Leben beschäftigt. Er wird an einer Stelle so zitiert: „Es gibt immer einen Punkt, wo wir wagen (entscheiden) müssen. Und wir würfen wagen!“

 

Es war einmal ein Zentaur, der war, wie alle Zentauren, Halb Mensch und halb Pferd.
Eines Nachmittags,, während er so über die Wiese trottete, überkam ihn Hunger.
„Was soll ich essen? „ dachte er. „Einen Hamburger oder Klee? Klee oder einen Hamburger?“
Und da er sich nicht entscheiden konnte, aß er nichts.

Die Nacht brach herein, und der Zentaur wollte schlafen gehen.
„Wo soll ich wohl schlafen?“ dachte er. „Im Stall oder im Hotel? Im Hotel oder im Stall?“
Und weil er sich nicht entscheiden konnte, schlief er nicht.

Weil er weder aß noch schlief, wurde der Zentaur krank.
„Wen soll ich bloß herbeirufen?“ dachte er. „Einen Arzt oder einen Veterinär? Einen Veterinär oder einen Arzt?“
Und weil er sich nicht entscheiden konnte, wen er herbeirufen sollte, starb der Zentaur an seiner Krankheit.

Die Leute im Dorf besahen sich den Leichnam und hatten Mitleid mit ihm.
„Wir müssen ihn begraben“, sagten sie. „Nur wo? Auf dem Dorffriedhof oder auf dem Feld? Auf dem Feld oder auf dem Dorffriedhof?“
Und weil sie sich nicht entscheiden konnten, fragten sie den Erzähler der Geschichte, und weil der nicht an ihrer Statt entscheiden konnte, rief er den Zentaur ins Leben zurück.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

 

 

Gehen oder bleiben? Nach links oder rechts abbiegen? Oder doch weiter geradeaus? Auf unseren Wegen sind wir oft vor die Wahl gestellt. – Es müssen Entscheidungen getroffen werden.

 

Entscheidung ... griechischκρισις(Krise) ... Und es stimmt, oft entscheiden wir erst, wenn es kritisch wird. Und oft genug sind diese Entscheidungen ausschließend: ein Ja zur einen Seite bedeutet Nein zur anderen. Wir geben etwas auf.

 

Biblische Geschichten werben immer wieder für mutige Entscheidungen im Vertrauen auf einen Gott, der begleitet und mitträgt. Paulus sagt es deutlich: Ich habe mich in Christus für diesen Gott entschieden ... was ich dabei verliere, das wird mir zum Gewinn!

 

Ich wünsche uns in dieser Woche den Mut zu wagen und das Vertrauen im Sinne Gottes, aus seinem Geist heraus Entscheidungen zu treffen und zu tragen.

Worauf sollen wir hören?

Worauf sollen wir hören, sag uns worauf?
So viele Geräusche — welches ist wichtig?
So viele Beweise — welcher ist richtig?
So viele Reden — ein Wort ist wahr.

Wohin sollen wir gehen, sag uns wohin?
So viele Termine — welcher ist wichtig?
So viele Parolen — welche ist richtig?
So viele Straßen — ein Weg ist wahr.

Wofür sollen wir leben, sag uns wofür?

So viele Gedanken — welcher ist wichtig?

So viele Programme — welches ist richtig?

So viele Fragen — die Liebe zählt.


Lothar Zenetti, Neukrichener Kalender 18.03.09

Montagsgedanken schon am Freitag ... ich bin nächste Woche mit einer Schulklasse unterwegs und muss also etwas vorarbeiten ...

Liebe Grüße

Michael

„Vom Wasser haben wir es gelernt ... das Wandern“ ... so heißt es in einem unserer Volkslieder. Oft wird menschliches Leben wie dahinfließendes Wasser beschrieben. Es geht unaufhaltsam voran, lässt sich nicht aufhalten.

Und doch hinkt dieser Vergleich ... Wasser sucht sich normalerweise den Weg des geringsten Widerstandes und ... Wasser fließt nie bergauf, immer nur bergab.

Wir können auf unseren Lebenswegen wählen ... auch mal den schwereren Weg.

 

„Die Würde des Menschen, scheint mir, besteht in der Wahl!“ ... so sagt Max Frisch.

 

Knackpunkt in unserem Leben sind nicht falsche Auswahl oder falsche Entscheidungen ... da lässt sich meist etwas korrigieren. Knackpunkt ist unsere Scheu vor Wahl und Entscheidung. Die Versuchung ist, alles einfach laufen zu lassen. Leben passiert dann.

Schon die biblischen Beter kennen diese Situation und sie beten, dass Gott Orientierung gebe, dass er Mut zur Entscheidung und seinen Geist zur rechten Wahl gebe. „Lehre mich Herr deine Pfade und zeige mir deine Wege!“, so betet der Psalmist. Dem König Salomon wird die Bitte um Weisheit zugeschrieben. Er bittet um Weisheit und Mut, dass er sein Leitungsamt gerecht und vor allem menschengerecht ausüben kann.

Wir dürfen uns mit den Betern aller Zeiten verbinden. Ich wünsche uns eine Woche mit dem Mut zu entscheiden und dem Mut Entscheidungen durchzutragen oder zu korrigieren, wo es nötig ist.

Wer um Schatten auf seinen Wegen zu scheu herumgeht, geht nicht weit. 

(Wilhelm Raabe)

 

„ Es war einmal ein Mann, den verstimmte der Anblick seines eigenen Schattens so sehr, der war so unglücklich über seine eigenen Schritte, dass er beschloss, sie hinter sich zu lassen. Er sagte zu sich: „Ich laufe ihnen einfach davon.“ So stand er auf und lief davon. Aber jedes Mal, wenn er seinen Fuss aufsetzte, hatte er wieder einen Schritt getan, und sein Schatten folgte ihm mühelos. Er sagte sich: „Ich muss schneller laufen.“ Also lief er schneller und schneller, lief so lange bis er tot zu Boden sank. Wäre er einfach in den Schatten eines Baumes getreten, so wäre er seinen Schatten losgeworden, und hätte er sich hingesetzt, so hätte es keine Schritte mehr gegeben. Aber darauf kam er nicht. (von Dschuang Dse nach Anselm Grün)

 

Ja, geht es ist Ihnen nicht manchmal auch so, dass sie davonlaufen möchten. Wie oft habe ich den Seufzer schon gehört: „Es ist zum Davonlaufen!“ Aber von was davonlaufen und wohin können wir den laufen? Der Mann in der Geschichte läuft vor seinem eigenen Schatten davon, weil er sich offenbar von ihm verfolgt fühlt. Aber dass er den Schatten nur loswerden kann, indem er sich unter einen andern Schatten stellt, das hat er nicht begriffen.

Schatten können ja auch sehr wohltuend und beschützend sein, gerade in heissen Tagen, da kann man es zum teil nur im Schatten aushalten. Aber Schatten können auch bedrohlich sein, wenn wir die Ursache des Schattens nicht kennen.

In den Psalmen lesen wir viele Gebete, in denen von Schatten die Rede ist. Gott bietet sich da als Schutz und Schatten an. So zum Beispiel in Psalm 91,1:

„Wer im Schutz des Höchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue.“
Oder in Psalm 121 „Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; er steht dir zur Seite.“

Wir müssen nicht vor dem eigenen Schatten davonlaufen, sondern können uns im Schatten des ewigen Gottes bergen, dann kann uns der eigene Schatten nicht verfolgen und wir brauchen nicht davonzulaufen.

Datum:14.07.2006
Autor: Roman Angst
Quelle: Bahnhofkirche Zürich(http://www.jesus.ch/themen/glaube/andachten/impuls_heute/130024-dem_schatten_kannst_du_nicht_entfliehen.html)

Mit lieben Grüßem für die neue Woche

Michael

Für jeden Menschen existiert ein besonderer Weg

(Leo Tolstoi)

 

Im Rückblick stellt sich immer wieder mal die Frage: „Was wäre, wenn ich an wichtigen Punkten anders entschieden hätte?“ Immer wieder drängt sich der Vergleich mit anderen auf ... „Was wäre, wenn ich so wie der oder die gegangen wäre?“ Nicht selten macht sich dann Unzufriedenheit und Unsicherheit breit. Ja, was wäre wenn ...?

Mein Lebensweg ist einmalig und nicht wiederholbar und es lässt sich nur etappenweise korrigieren, aber eben niemals ganz neu aufrollen.

Ich bin herausgefordert mit dem zu leben, was sich entwickelt hat und was Leben aus mir gemacht hat.

Gott sagt uns Menschen, dass er mit uns geht, dass er unser Lebensprojekt von Anfang an bis zum Schluss hin begleitet. „ICH BIN DA!“

Ich darf vertrauen, dass mein Lebensweg, so wie er bisher gegangen ist, zu einem Ziel hinführt.

Mein Weg ist mein Weg, ist mein Weg
und kein Schritt führt dich jemals mehr zurück
mein Weg ist mein Weg, ist mein Weg
mit Schatten und mit Tränen
mit Lachen und mit Glück
mein Weg ist mein ureigener Weg

(Klaus Hoffmann)

 

 

Ich wünsche uns Vertrauen für die Wege dieser Woche und die zuversichtliche Gewissheit, dass der eigene Weg Sinn macht und einzigartig ist.

Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.  (Gen 1, 27-29.31)

 

Ich stolpere bei diesen Versen aus dem Schöpfungsbericht immer wieder ...

Vermehrung, Frucht bringen ... geht es da allein um Quantität?

Unterwerfung ... Macht und Dominanz und Ausbeutung?

 

Der Autor dieses Schöpfungsberichtes, er sagt: Gott sah, dass alles sehr gut war! Da kommt mehr als Quantität zum Ausdruck, es geht um Qualität. Schöpfung ist nicht einfach fertig, sie hat aber Qualität. Die gilt es zu bewahren und zu sichern. Es geht also um Lernprozesse. Der Mensch hat den Auftrag den Umgang mit sich selbst und der ihm anvertrauten Welt zu lernen.

 

Lehren und Lernen, das ist das Kerngeschäft all unseres Tuns. Dazu betont der Humanist Wilhelm von Humboldt: „Der Mensch muss am längsten lernen, weil er am meisten zu lernen hat!“

Philosophie und Theologie haben im Laufe ihrer Geschichte das Bild vom Menschen als absoluter Krone der Schöpfung relativiert. Der Mensch ist hineingeworfen in diese Welt ... ohne absolut funktionierende Instinkte oder perfekte Schutz- und Aberwehrmechanismen. Es ist immer wieder nötig zu lernen, um auch Welt zu gestalten. Es ist nötig Lebensgeist zu empfangen und auszubilden, um dem Leben Qualität zu geben. Und es bleibt immer der Hunger oder die Sehnsucht, dass es noch nicht reicht.

 

Diese Woche lädt uns ein, unser eigenes Lernen und auch Lehren neu zu reflektieren ... damit Leben gut bleiben und besser werden kann.

Liebe Grüße

Michael

Auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit ....

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

„Meister", fragte einer von ihnen „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

nach einer zenbuddhistischen Parabel

 

Am Beginn dieser Woche sind wir eingeladen, uns auf die vielen kleinen Momente, die jeder Tag mit sich bringen wird, einzulassen.

Erinnerung ist das Geheimnis von Erlösung!

Wenn ich mich erinnere, wie ich oder andere Situationen in der Vergangenheit bewältigt haben, dann kann das zu Lösungen im Heute führen.

In den letzten Tagen haben wir uns erinnert:

Der Reformationstag verweist auf die große Geschichte ... mit der die meisten Menschen nur wenig zu tun zu haben scheinen, in der der einzelne Mensch eher wie ein Spielball der Ereignisse wirkt.

Die Erinnerung an die Verstorbenen rückt viele kleine, aber uns doch berührende und betreffende Geschichten in den Blickpunkt.

Geschichten sind nicht einfach Vergangenheit, sie werden lebendig im Hören und Erzählen. Aber, nicht alle Geschichten tun mir gut ... es gibt auch Erinnerungen, die mich lähmen und zu fesseln scheinen ... z.B. die Erinnerung an Schuld und Versagen ...

 

Wo stehe ich in der großen und den kleinen Geschichten? Wem erzähle ich meine und die Geschichten anderer?

Ich fühle mich verbunden mit den Propheten, die nach ihrem Weg und ihrer Sendung suchten.

Der Herr öffnete mir das Ohr, damit ich höre wie ein Jünger (Jes 50, 4)

Der Herr öffnete mir den Mund, damit ich rede wie ein Jünger.

Es gilt Erinnerungen zu unterscheiden, mit dem richtigen Ohr hinzuhören und auch die richtigen Worte beim Erzählen zu finden.

Ich bin hier, um in Dialog mit der Welt und den vielen Geschichte zu treten und als Lernender Antwort zu geben.

Die vielen kleinen Geschichten ergeben die eine große Geschichte der Menschen. Es gibt nicht den fertigen Lebensplan, den ich einfach hernehmen und ableben und abhaken kann.

Jeder Augenblick des Lebens will mir etwas sagen. (Friedrich Nietzsche)

Und jeder Augenblick fordert meine Antwort, damit Geschichte entsteht.

 

Ich wünsche uns in dieser Woche Sinne, die für Augenblicke aufmerksam werden und Botschaft des Lebens wahrnehmen und ich wünsche uns den Mut Geschichten zu erzählen und eigene zu schreiben.

Wir sind in der dunklen Jahreszeit angekommen ... passend dazu die Gedanken einer Kerze!

Ich wünsche uns allen eine Woche in der wir Licht für die Nächsten sein können.

Gedanken einer Kerze

 

«Jetzt habt ihr mich entzündet und schaut in mein Licht. Ihr freut euch an meiner Helligkeit, an der Wärme, die ich spende. Und ich freue mich, dass ich für euch brennen darf. Wäre dem nicht so, läge ich vielleicht irgendwo in einem alten Karton - sinnlos, nutzlos. Sinn bekomme ich erst dadurch, dass ich brenne.

Aber je länger ich brenne, desto kürzer werde ich. Ich weiß, es gibt immer beide Möglichkeiten für mich: Entweder bleibe ich im Karton - unangerührt, vergessen, im Dunkeln - oder aber ich brenne, werde kürzer, gebe alles her, was ich habe, zugunsten des Lichtes und der Wärme. Somit führe ich mein eigenes Ende herbei.
Und doch, ich finde es schöner und sinnvoller, etwas herzugeben zu dürfen, als kalt zu bleiben und im düsteren Karton zu liegen....

Schaut, so ist es auch mit euch Menschen!
Entweder ihr zieht euch zurück, bleibt für euch - und es bleibt kalt und leer-, oder ihr geht auf die Menschen zu und schenkt ihnen von eurer Wärme und Liebe, dann erhält euer Leben Sinn. Aber dafür müsst ihr etwas in euch selbst hergeben, etwas von eurer Freude, von eurer Herzlichkeit, von eurem Lachen, vielleicht auch von eurer Traurigkeit.
Ich meine, nur wer sich verschenkt, wird reicher. Nur wer andere froh macht, wird selbst froh. Je mehr ihr für andere brennt, um so heller wird es in euch selbst. Ich glaube, bei vielen Menschen ist es nur deswegen düster, weil sie sich scheuen, anderen ein Licht zu sein. Ein einziges Licht, das brennt, ist mehr wert als alle Dunkelheit der Welt.
Also, lasst euch ein wenig Mut machen von mir, einer winzigen, kleinen Kerze.»

Gedanken von Jörg Zink für diese Woche (aus Gotteslob 11,1)

Herr meiner Stunden und meiner Jahre.

Du hast mir viel Zeit gegeben.

Sie liegt hinter mir

und sie liegt vor mir.

Sie war mein und sie wird mein,

und ich habe sie von dir.

Ich danke dir für jeden Schlag der Uhr

und für jeden Morgen, den ich sehe.

Ich bitte dich nicht, mir mehr Zeit zu geben.

Ich bitte dich aber um viel Gelassenheit,

sie zu füllen, jede Stunde,

mit deinen Gedanken über mich.

Ich bitte dich um Sorgfalt,

dass ich meine zeit nicht töte,

nicht vertreibe, nicht verderbe.

Segne du meinen Tag.

Es ist gefühlt Jahresende oder, den Karneval mitgerechnet, die sechste Jahreszeit. Es liegen trotzdem noch einige Wochen vor uns, bis das Kalenderjahr zu Ende geht.

Etwa 30mal haben wir uns in diesem Jahr zum Morgengebet getroffen und uns gemeinsam auf eine beginnende Schulwoche eingestimmt. Gottes Wort hat uns begleitet und vielleicht können wir mit dem alttestamentlichen Psalmbeter sagen: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade!“ (Ps 119, 105)

Worte – nachdenklich, reflektierend, ermutigend und herausfordernd ... Wir sind in diesem Jahr den Erfahrungen eines Pilgers auf dem Jakobsweg gefolgt, der seine Gedanken in den Kalender eines Jahres eingefügt hat. Der rote Faden auf diesem Weg: Gott macht Mut zum weitergehen ... an jedem Tag .

Es braucht aber immer wieder auch unseren Einsatz! Ja, Gott nimmt uns in die Pflicht. Sein Dialog mit unserer Welt geht über die Worte, die wir sprechen. Herausforderung für diese Woche ... Worte sprechen, die den anderen aufbauen und ermutigen!

 

Schon Paulus ermahnte seine Gemeinde in Ephesus: Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung und alles Böse verbannt aus eurer Mitte! Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.

(Eph 4, 2-6.31-32)

 

Ich wünsche uns allen eine gute Woche.

Wenn ich tauschen könnte ...

... ich tauschte die Vorweihnachtszeit gegen Advent ein

... die mit Schenken und beschenkt werden verbundene Hektik und Sorge gegen die Sehnsucht nach Veränderung

... das gleißende Licht der Dekorationen gegen die Dunkelheit der Nacht mit einen Sternenhimmel, der der Sehnsucht eine Richtung weist

... das Wohlgefühl und die Heimeligkeit der Weihnachtsmärkte und der Wohnungen gegen die Erkenntnis, was uns Menschen wirklich fehlt

 

Ich tausche, ich will nicht beim Konjunktiv bleiben. Ich kann den Weg bereiten und frei machen für mehr Gerechtigkeit und Frieden, für mehr Menschlichkeit. Advent bietet Gelegenheit und fordert heraus zu Menschwerdung. Gott verheißt oder verspricht, dass er mit dabei ist. ER kommt dazu!

Einen guten Start in den Advent

Michael

Aus: Eugen Roth, Ein Mensch. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1995.

Ein Mensch von gründlicher Natur
Macht bei sich selber Inventur.
Wie manches von den Idealen,
Die er einst teuer mußte zahlen,
Gibt er, wenn auch nur widerwillig,
Weit unter Einkaufspreis, spottbillig.
Auf einen Wust von holden Träumen
Schreibt er entschlossen jetzt: »Wir räumen!«
Und viele höchste Lebensgüter
Sind nur mehr alte Ladenhüter.
Doch ganz vergessen unterm Staube
Ist noch ein Restchen alter Glaube,
Verschollen im Geschäftsbetriebe
Hielt sich auch noch ein Quentchen Liebe,
Und unter wüstem Kram verschloffen
Entdeckt er noch ein Stückchen Hoffen.
Der Mensch, verschmerzend seine Pleite,
Bringt die drei Dinge still beiseite
Und lebt ganz glücklich bis zur Frist,
Wenn er noch nicht gestorben ist

Advent ... Zeit des Segens! Gott segnet uns mit seiner Nähe und beruft uns Segen für andere zu sein ... dem Nächsten nah zu sein.

Die Geschichte von der Schnecke und dem Segen

Neulich hatte die Schnecke mal Lust, die Gegend rund um das Kinderhaus zu erkunden.

Und zieht im Schneckentempo los …. Riecht die frische Luft… sieht die Gräser und Blumen …mmhhh…lecker…

Auf einmal sieht sie etwas auf dem Boden, so einen runden Aufkleber und da steht drauf: „Du bist ein Segen“

„Ich soll ein Segen sein?“ wundert sie sich. Das will ich doch gleich mal weitererzählen.

Sie kriecht zum nächsten Beet und trifft einen Regenwurm:

„Schau mal, hier steht ich bin ein Segen!“, sagt die Schnecke freudig.

„Du, ein Segen? Das kann nicht sein. Segen ist doch etwas Gutes. Was bewirkst du denn schon Gutes? Alle ärgern sich über dich im Frühling, weil du die jungen grünen Triebe wegfrisst und nie satt wirst“… Ich, der Regenwurm, ich bin ein Segen! Ich lockere die Erde, so dass alles gut wachsen und gedeihen kann“

Die Schnecke senkt den Kopf und kriecht weiter. „Das war ja klar. So ein Blödsinn. Ich und ein Segen. Wer hat sich das denn ausgedacht.“ Aber so ganz aufgeben will sie noch nicht…Da trifft sie den Hund und zeigt ihm den Aufkleber.

„Schau mal, was hier steht, ich bin ein Segen. Toll, oder?“

„Du? Ein Segen? Ein Segen sein bedeutet doch, dass du für andere wichtig und besonders bist und sie sich freuen, dass du da bist. Aber du, du bist so un-glaub-lich langsam. Mit dir kann man ja noch nicht mal spazieren gehen. Ne ne. Ich bin ein Segen. Ich bringe die Menschen dazu, sich wenigstens ab und zu mal zu bewegen. Außerdem können sie mich streicheln. Das will bei dir echt niemand, so schleimig wie du bist“.

Jetzt ist die Schnecke echt bedient. Eine Träne läuft ihr übers Gesicht und schwupp – zieht sie sich in ihr Schneckenhaus zurück. „Hier bleib ich jetzt für immer“, schnieft sie. „Mich mag eh niemand“.

Plötzlich horcht sie auf.

Da ist ein Kind und ruft „Schaut mal, was für ein wunderschönes Schneckenhaus!“ Plötzlich merkt die Schnecke, wie eine Hand sie vorsichtig berührt und ihr Haus ein wenig dreht.

Eine erwachsene Stimme sagt: „Das ist nicht nur ein Schneckenhaus – da wohnt noch eine Schnecke drin, also lass sie am besten da wo sie ist“.

„Ok, aber wir bleiben noch ein bisschen – vielleicht kommt die Schnecke ja mal aus ihrem Haus…“.

„Ja, gerne. Ich setz mich solange hier auf die Bank“.

„O guck mal, hier ist liegt was neben der Schnecke“, ruft das Kind, „liest du mal vor?“

„Du bist ein Segen, steht hier“.

„Was ist das, Segen?“ , fragt das Kind.

„Was du immer alles wissen willst. Lass mich mal überlegen…also: Segen ist für mich eine gute Kraft. Sie wird uns geschenkt. Von Gott. Gott sagt: ich bin bei dir und mit dir. Gottes Segen begleitet uns jeden Tag und jede Nacht immer und überall.“

„Mich auch?“

„Ja klar“

„Aber wenn die Kraft von Gott kommt, warum bin ich dann ein Segen?“, wundert sich das Kind.

„Na ja – im Segen schenkt Gott uns ganz viel Liebe und sagt: wie schön, dass es dich gibt.“

„Ich bin ein Segen, weil Gott mich liebhat?“

„Ja genau“.

„Hmmh“. Das Kind denkt nach „Kann ich denn auch für dich ein Segen sein?“

„Das bist du jeden Tag– ich freu mich, dass Du auf der Welt bist!“

„Und sag mal“

„Ja?“ „Da auf dem Aufkleber sind so Regentropfen – oben und unten – was bedeutet das denn?“ , will das Kind noch wissen.

„Das ist ne gute Frage….vielleicht heißt das: wie der Regen vom Himmel kommt, so kommt Gottes Segen zu uns und durch uns fließt er dann weiter zu anderen Menschen“.

„wie das denn?“

„ich glaube, einfach dadurch, dass wir anderen Menschen etwas Gutes tun und ihnen damit zeigen: schön, dass du da bist!“

„Hm. Dann ist das wie… hm… ich ess´ doch so gern Kirschen…. Dann ist das wie eine riesen Schüssel leckere rote Kirschen, die ich bekomme und anderen davon abgebe, damit sie auch schmecken, wie lecker Kirschen sind?“

„Ja, so lässt sich das auch beschreiben. In der Bibel heißt das glaube ich: Du bist von Gott gesegnet und wirst ein Segen sein“.

„Uhund….“

„Na, was denn noch?“

Das Kind schaut auf die Schnecke: „Können Schnecken auch ein Segen sein?“

„Ich finde schon! Die Schnecke erinnert uns nämlich an Gottes Segen“

„Wie das denn?“

„Schau mal, die Schnecke hat ihr Haus immer dabei. Das umgibt und beschützt sie. Und so ist das auch mit Gottes Segen – der Segen ist immer bei uns, so wie das Schneckenhaus bei der Schnecke“

„Dann ist die Schnecke ein Segen, weil sie uns auf ihre Art zeigt, wie das mit Gottes Segen ist“, sagt das Kind.

„Genau“

„Da schau mal“, ruft plötzlich das Kind aufgeregt, „die Schnecke kommt aus ihrem Haus!“

Die Schnecke hat diesem Gespräch mit großer Aufmerksamkeit zugehört. Und staunt. Und freut sich. (jetzt wisst ihr auch, warum sie so glücklich ist!). Mit stolzgeschwellter Brust kriecht sie los. Langsam, damit alle sie sehen. Denn sie weiß jetzt: sie hat eine wichtige Aufgabe: alle Menschen, groß und klein, daran zu erinnern, dass Gott sagt: Ich bin bei dir. Du bist ein Segen. Und du wirst ein Segen sein.

(Quelle:http://andreasgemeinde-darmstadt.de/?p=2148)

Der Jahresanfang ist geschafft und schön langsam geht der Alltag wieder los. Ich wünsche allen ein ganz gesegnetes und gutes Jahr. Machen wir uns nach den Weihnachtsferien mit Gedanken von Franz Kafka auf den Weg.

Michael

Gott segne deinen Weg ...

 

Gott segne deinen Weg, die sicheren und die tastenden Schritte, die einsamen und die begleiteten, die großen und die kleinen.

 

Gott segne deinen Weg mit dem Atem über die nächste Biegung hinaus, mit unermüdlicher Hoffnung, die vom Ziel singt, das sie nicht sieht und mit dem Mut, stehen zu bleiben und der Kraft, weiterzugehen.

 

Gottes Segen Umhülle dich auf deinem Weg, wie ein bergendes Zelt. Gottes Segen nähre dich auf deinem Weg wie das Brot und der Wein. Gottes Segen leuchte dir auf deinem Weg, wie das Feuer in der Nacht.

 

Geh im Segen und gesegnet bist du Segen, wirst du zum Segen, wohin der Weg dich auch führt.

 

(nach Franz Kafka)

Gelassenheit

 

Gelassenheit ist,

das Unmögliche wagen,

es geschehen lassen.

 

Die Natur kennt keine Hektik.

Gelassen

lässt sie Werden und Vergehen

geschehen

 

und danach

steigt die Nacht

wieder an Land.

 

Gelassen

geht die Sonne auf

und geht am Abend

gelassen wieder unter.

 

Von der Natur kannst du lernen,

dass die Gabe der Gelassenheit

die größte aller Gaben ist.

(Maria Stiefl Cermak)

 

Segen erbitte ich für alle,

die Gelassenheit suchen.

Gottes Segen für alle,

die nach guten Wegen suchen.

Gott, Segne mein Vertrauen in dich.

Alles Gute, für die kommende Woche.

„Ich sehe was, was du nicht siehst ...“ – dieses Kinderspiel ist eigentlich allen bekannt. Und es trifft die Realität! Wir sehen, nehmen unterschiedlich war. Für den einen ist das Glas halbvoll, für den anderen halbleer. Wir sehen dasselbe, aber es ist doch nicht das gleiche. Immer wieder braucht es auch Entscheidung, was ich denn wahrnehmen will: mit oder gegen die Stimmung, in der ich mich gerade befinde; mit oder auch gegen die Umstände einer Situation. Wahrnehmung hängt von mir ab.

 

Betrachte die helle Seite der Dinge, und wenn sie keine haben, dann reibe die dunkle Seite, bis sie glänzt.

(aus Tibet)

 

So könnte ein Psalmenbeter gesprochen haben:

Mögest du dir Zeit nehmen, genau hinzuschauen.

Mögest du dir Zeit nehmen für die stillen Wunder,

die in der lauten und schnellen Welt keine Bewunderer haben.

Mögest du dir Zeit nehmen für die stillen Wunder,

die deinen Alltag immer wieder von Neuem bereichern.

Mögest du dankbar sein,

für die stillen Wunder, die du heute empfangen wirst.

Ich wünsche euch eine ganz gute Woche!

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