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und jetzt...Stefanie

Jahrelang haben Michaels Gedanken...

..uns Anregungen, Mut und Hoffnung gebracht, uns aber auch zum Nachdenken angeregt. Sein plötzlicher Tod hinterlässt Trauer, aber es wäre nicht Michael gewesen, wenn er nicht auch hier bereits vorgesorgt hätte. Mit Stefanie Seidensticker aus Paderborn gibt er sein Gedankengut zusammen mit Stefanies Gedanken an uns weiter. Es war Michaels Wille, den Freundeskreis weiter mit "und jetzt" zu begleiten und Stefanies Wunsch, Michaels Erbe hier weiter zu führen.

So freuen wir uns auf die neuen gedanklichen Impulse und geben die Seite weiter an Stefanie.

Und jetzt...Stefanie

112 - die Nummer für den Notfall.
Mit einem Aktionstag sollte am 11.Februar die lebensrettende Notrufnummer der Bevölkerung bekannter gemacht werden.
Das Datum, der 11.2. wurde bewusst gewählt, denn es lässt auf die Rufnummer schließen.In meinen Erste Hilfe Kursen, die ich mit Kindern im Vorschulalter durchführe, gehört das Notruftraining zum festen Bestandteil.„Mit Atmung prüfen fang ich an, als Zweites folgt der Notruf dann. Mit 112 eilt Hilfe schnell herbei.“ Mit diesem Reim lernen die Kinder das, was wichtig ist.

 „Notfall“- da hilft nur (auch) noch beten“… „Beten ist etwas für den Notfall“ … so sagt man umgangssprachlich, um auf die Wichtigkeit des Betens im Ernstfall aufmerksam zu machen.
Wie ist das mit dem Beten? Was (ver-)ändert mein Gebet? 
Diese Fragen sind nicht selten.Menschen die etwas erhoffen und immer noch warten. Dann diejenigen, bei denen von heute auf morgen alles ganz anders gekommen ist.

Beten verändert den Menschen.Verständlich, dass die Unzufriedenheit enorm ist, wenn alle Bitten unerfüllt bleiben. Wenn man sich so sehr eine Veränderung der momentanen Lebenslage gewünscht hat, aber alles beim Alten geblieben ist.
Die Einen wenden sich mutlos ab und sagen:“ Ich habe es doch gleich gewusst, dass das Beten nur frommes Gerede ist.“
Die Anderen, die festhalten an der Hoffnung auf die Kraft des Gebetes, suchen die Ursache vielleicht bei sich selbst. „Habe ich zu wenig gebetet? Will Gott mir nicht helfen? Habe ich etwas falsch gemacht?

Beten ist kein automatischer Mechanismus, der bei Ausdauer und Beharrlichkeit zum gewünschten Ziel führt.
Aber es ist richtig - Gott erhört mein Gebet und damit verändert sich etwas.

Mein Denken-meine Blickrichtung-meine Einstellung.
Es geht nicht um Wegzaubern von Zuständen die für mich unerträglich, nicht fassbar und nach menschlichem Ermessen tatsächlich unbegreiflich scheinen. Meine Sicht soll tiefer gehen.
„Bittet so wird euch gegeben, suchet so werdet ihr finden, klopft an, so wird euch aufgetan.“ Mt 7,7
Ich darf damit rechnen, dass mir Möglichkeiten, neue Sichtweisen gegeben werden.
Das Gebet hat Kraft!

Jesu betet immer - so wird uns in der Bibel berichtet.
Das bekannteste Gebet ist das Vater unser.

Beten heißt: „Dein Wille geschehe“. Das ist nicht einfach und fällt uns nicht immer leicht zu akzeptieren. Jesus hat im Garten Gethsemane gebetet. Dreimal!
Und das ist ihm sicherlich nicht leicht gefallen.

Er hat gerungen und gekämpft und am Ende Gottes Plänen zugestimmt.
Er hat geschehen lassen das, was nicht mehr in seinen Händen lag. Angenommen was Gottes Wille war.
„Dein Wille geschehe“ - drei Worte. Es braucht nicht mehr.

Michael hat mir mit auf den Weg gegeben: „Beten braucht nicht viele Worte - sondern Anwesenheit.“
Durch Anwesenheit werde ich zum Hörer. Gottes Willen verstehen, wenn ich nicht rede, sondern höre.
Vielleicht müssen wir das ganz neu lernen.

„Wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie. Denn euer Vater weiß was ihr nötig habt, bevor ihr ihn bittet“ Mt 6,7f

Ein Text von Sören Kierkegaard beschreibt es:
Als mein Gebet
immer andächtiger und innerlicher wurde,
ich hatte immer weniger und weniger zu sagen.
Zuletzt wurde ich ganz still.
Ich wurde ein Hörer.

Ich meinte erst, Beten sei reden.
Ich lernte aber
das Beten nicht bloß Schweigen ist,
sondern hören.

So ist es:
Beten heißt nicht, sich selbst reden hören.
Beten heißt
Still werden und warten,
bis der Betende Gott hört.

Das was in unserem Leben alles menschliche Begreifen übersteigt ist Gottes Wille – so dürfen wir es annehmen und beten:
„Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“.

Unser Vertrauen, mit dem wir uns an Gott wenden ist nicht umsonst.
Auch dann nicht, wenn Hilfe nicht so geschieht, wie erwartet.

„Erhör o Gott mein Flehen, hab auf mein Beten acht.
Du sahst von fern mich stehen, ich rief aus dunkler Nacht
Auf eines Felsens Höhe, erheb mich gnädiglich.
Auf dich ich hoffend sehe: Du lenkst und leitest mich.“
GL 439

Gott hört mich – er stärkt mir den Rücken und lässt mich nicht im Stich. Das ist mein Glaube!

Stefanie