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Der geschenkte Stern

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Leise fallen die Flocken auf die Erde nieder und machen eine Zauberlandschaft aus ihr.
Wir gehen wieder zu auf eine besondere Zeit zu, in der alle Hektik vergessen werden sollte. Dies ist jedoch nicht so einfach - gibt es doch so viel zu erledigen.
Auch im Himmel bei den Engeln herrscht Hochbetrieb, jeder Engel und sei er noch so klein hat seine Aufgabe, die er mit Feuereifer erfüllt.

Die kleinsten Engel sind damit beschäftigt alle Sterne zu putzen und auf Hochglanz zu bringen. Eines Tages vermisste ein kleiner Engel einen Stern - er war einfach unauffindbar. Hinter jeder Wolke, in jeder Ritze wurde das verlorene Sternlein gesucht weil der Engel wusste - kein Stern durfte fehlen.
Als zum Schluss der helle Strahl - der den Himmel mit der Erde verbindet - geputzt wurde, rutschte ein kleines Engelchen bis auf die Erde. Es landete mitten im Tannenwald.

Auf diesem hellen Strahl reiste nur das Christkind zur Erde und das Englein war verzweifelt, was sollte es nun tun - und wie kann es zurück.
Es marschierte auf dem weissen Flockenteppich dahin und hatte keine Ahnung wo es gelandet war,
Tapfer ging es weiter und sah ganz verborgen hinter Tannen ein Glitzern. Neugierig stapfte das Englein auf das Glitzern zu, es putzte die Schneeflocken weg und war überglücklich, denn es hatte das verlorene Sternlein gefunden.

Ganz vorsichtig nahm das Englein den Stern und trug ihn vor sich her, der helle Schein beleuchtete den Weg.
Nach einiger Zeit kam es an ein Haus, neugierig schaute es durch das Fenster.
In der Stube herrschte grosse Not, es fehlte an allem, sogar an Holz um die Stube zu wärmen. Die Menschen dort lebten in bitterer Armut.
Angestrengt überlegte der Engel - wie kann ich helfen, was kann ich für diese Menschen tun ??
Es schaute den Stern in seiner Hand an und dachte sich - ja nun habe ich eine Idee;



Am Himmel stehen so viele Sterne
sie beleuchten die Welt,
ich glaube nicht, dass es schlimm ist,
wenn einer von ihnen fehlt.
Ich trage ihn in diese Stube hinein,
auch dort soll es hell und warm endlich sein.
Als die Menschen die Stube betraten
haben sie die Wärme gespürt und
das Licht gesehen,
und sie wussten - ein Wunder war geschehen.

Das Engelein war glücklich
und flog in den Himmel zurück,
das Christkind begegnete ihm mit liebevollem Blick.
Es sprach:
Ein Sternlein fiel vom Himmel
hinab auf die Welt,
du hast es gefunden - und einen guten Weg gewählt.
In dieser Stube ist nun Wärme und Licht,
auch ich vergaß diese Menschen nicht,
ich habe ihnen Glauben und Hoffnung ins Herz gelegt
und genug von der Liebe die hält und trägt.
Das Engelein war froh und zufrieden
war doch diesen armen Menschen
ein wenig Glück beschieden.

Auch wir können Hoffnung schenken,
mit einem lieben Wort
zur rechten Zeit am rechten Ort,
Ein Stern sein - muss es nicht
einfach für andere da zu sein -
auch das hat Gewicht.



(Hildegard Köfer - Kärnten) Vielen Dank nach Kärnten.